METRONOME (D)

Schallplattenmarke

Lale-Andersen-Archiv

Bereits kurz nach Gründung der Schallplattenfirma Metronome Records in Schweden 1949 wurden Schallplatten der Marke Metronome ab November 1950 auch in Deutschland vertrieben.[1] Dadurch sind schon mit dem ersten Katalog (Klassik, Tanzmusik, Schlager, Jazz) und den anschließenden Besprechungen des veröffentlichten Repertoires skandinavische Künstler wie die Sängerin Bibi Johns (damals noch als Bibi Johnson) oder der Spitzentrompeter Lou Sandy einem deutschen Publikum bekannt geworden.

Technisch fand bei den noch auf Schellack herausgebrachten Aufnahmen das amerikanische sog. Plastic-Sound-System Anwendung. Über Unterschiede in den Aufnahmesystemen der einzelnen Schallplattenfirmen ist heute wenig gesichert bekannt, bezog sich aber fast immer auf verbesserte Frequenzumfänge beim Tonbandmitschnitt der Interpreten. Zum Plastic Sound weiß die zeitgenössische Presse lediglich, dass sich dadurch “in aufnahmetechnischer Hinsicht besondere Qualitäten erwarten” lassen.[1]

Eine eigenständige deutsche Produktion setzte erst ab 1954 in Hamburg ein.[2]

 

  • Werbeanzeige der Schallplattenmarke Metrophone zu ihrem Startkatalog im November 1950. – aus: Vier Viertel (11/1950), S. 22. (= LAA-Inventarnummer I 116-D-11)

Quellen

  1. "Eine neue Schallplatte stellt sich vor" in: Vier Viertel (11/1950), S. 11.
  2. Eintrag "Metronome Records" in: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. [Stand 03.12.2019]