26. April

Aus der Jahrestage-Sammlung des Lale-Andersen-Archivs

Lale-Andersen-Archiv
26. April 1945

Die (wohl) letzte Sendung des Großdeutschen Rundfunks...

…wird vom Berliner Funkhaus in der Masurenallee ausgestrahlt, während sich sowjetische Truppen bereits am Hohenzollerndamm mit Wehrmachts- und Volkssturm-Truppen einen erbitterten Häuserkampf liefern. Die Hauptstadt Berlin ist seit dem Vortag vom übrigen Reichsgebiet völlig abgeschnitten.

In einer letzten Radioansprache des Reichsrundfunks ruft der SS-Offizier und Propaganda-Staatssekretär Werner Naumann die Bevölkerung dazu auf, nibelungentreu und im Vertrauen auf den “Endsieg” bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen. Naumann hingegen verbringt nach diesem Aufruf die letzten Kriegstage im Führerbunker, entkommt mit anderen Offizieren der Gefangensetzung durch die Rote Armee und taucht bis 1949 in Süddeutschland unter.[1|2]


Quellen

  1. Bergemeier & Lotz: Hitler's Airwaves. Yale UP: New Haven & London 1997, S. 174.
  2. Eintrag in: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. (Stand: 27.09.2019)