Friedrich Schröder

Komponist | Orchesterleiter

Lale-Andersen-Archiv

Sohn eines Ingenieurs aus Westfalen. 1926 Studium in Münster. 1929 ging er nach Berlin[2] und setzte dort sein Studium fort[1] | 1932 bis 1934 erste Kompositionen für verschiedene Kulturfilme, anschließend drei Jahre lang am Metropol-Theater in Berlin als zweiter Kapellmeister und Arrangeur unter Heinz Hentschke. gleichzeitig schrieb er Arrangements für Peter Kreuder[1]

seine erste Kinofilm-Komposition, für die er allein verantwortlich war, bildete “Sieben Ohrfeigen” mit Lilian Harvey und Willy Fritsch und deren Erfolgstitel “Ich tanze mit dir in den Himmel hinein” aus Schröders Feder[1] | 1942 Uraufführung seiner ersten Operette “Hochzeitsnacht im Paradies” am Metropol-Theater, die 525mal gebracht wurde und stets ausverkauft war[1]

1948 erster Leiter der Musikabteilung des frisch gegründeten RIAS Berlin[2] | 1955 wurde er als erster Tondichter durch Verleihung des Paul-Lincke-Ringes ausgezeichnet

1957 musikalischer Leiter des Bertelsmann-Schallplattenringes[2]. als dieser ist eines seiner ersten Projekte u.a. die Schallplatteneinspielung der “Bekanntesten Songs aus der Dreigroschenoper – gesungen von Lale Andersen” und musikalisch begleitet von ihm selbst. besonders vor dem Hintergrund, dass im April 1957 die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland wieder einsetzte und die ersten Rekruten einberufen wurden, ist diese Veröffentlichung Brechtscher Gesellschaftskritik (u.a. mit dem “Kanonen-Song”) beachtlich

1964 Präsident des Vereins zur Förderung der deutschen Tanz- und Unterhaltungsmusik[2]

seine Operettenerfolge der Nachkriegszeit waren:[1|2]

  • “Nächte in Shanghai” (Uraufführung am 12. Februar 1947 im Metropol-Theater, Berlin-Mitte)
  • “Chanel Nr. 5” (Uraufführung am 23. Dezember 1947 im Corso-Theater, Berlin)
  • “Die große Welt” (Uraufführung im Februar 1951 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden)
  • “Isabella” (Uraufführung im Juli 1954 im Nationaltheater Mannheim)
  • “Das Bad auf der Tenne” (Komische Oper, Uraufführung am 26. März 1955 im Opernhaus Nürnberg)
  • “Der Weltuntergang” (Uraufführung unbekannt)
  • “Die Jungfrau von Paris” (Uraufführung am 19. Dezember 1969 im Raimundtheater in Wien)

einige seiner Filmkompositionen der Nachkriegszeit:

  • “Professor Nachtfalter” (1951) mit Johannes Heesters
  • “Meine Schwester und ich” (1954)
  • “Charleys Tante” (1956) mit Heinz Rühmann und dem gesungenen Mambo “Am Amazonas (Träume aus der Pampa)”
  • “Das Bad auf der Tenne” (1956) mit Sonja Ziemann
  • “Ihr schönster Tag” (1962) mit Inge Meysel

verheiratet war er seit 1932 mit Gattin Lieselotte. von seinen Freunden wurde Friedrich Schröder immer nur “Friedel” genannt[1] 

 

Quellen

  1. Vier Viertel (10/1955), S. 4 f. [mit Abbildung].
  2. Eintrag in: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (Stand 16.03.2020).